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Hofburg

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Die Hofburg zu Wien war von 1438 bis 1583 und von 1612 bis 1806 die Residenz der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, anschließend die Residenz der Kaiser von Österreich bis 1918. Heute ist sie der Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten.

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Geschichte

Unter dem Habsburger Rudolf I 1279 erstmals urkundlich erwähnt ist der Baubeginn bereits in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts unter den Babenbergern anzusetzen. Der erste Ausbau erfolgte unter König Ottokar II. Przemysl. Die Anlage - alles andere als eine repräsentative Residenz - war mit Wehrtürmen und Graben Teil der Wiener Stadtbefestigung.

Als Ferdinand I. in der Mitte des 16. Jahrhunderts seine Residenz nach Wien verlegte, begann der Ausbau - die Burg wurde zur Hofburg. Man erweiterte bestehende Trakte und baute zahlreiche neue hinzu - eine Tradition, die bis in die heutige Zeit anhält. Damit ist ein Rundgang durch die Hofburg auch ein Rundgang durch die Kunstgeschichte: Trakte der unterschiedlichsten Epochen, von der Gotik des Mittelalters über die Renaissance, das Barock aus dem 17. und 18. Jahrhundert, aber auch historistische Flügel aus dem 19. Jahrhundert bis hin zu zeitgenössischen Innenausbauten aus dem 20. und 21. Jahrhundert fügen sich zusammen.

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Neue Burg und Festsaaltrakt

Im Zuge der Stadterweiterung nach dem Schleifen der Stadtmauern in den 1860er-Jahren kam es zur letzten großen Erweiterung der Burg. Geplant war ein Kaiserforum, eine zweiflügelige Anlage über die Ringstraße hinweg, mit den Zwillingsmuseen (Kunsthistorisches und Naturhistorisches Museum) als Flanken und den alten Hofstallungen Fischer von Erlachs als Abschluss. Die Bauleitung dieses Projekts hatten Gottfried Semper und später Karl Freiherr von Hasenauer inne. Der Plan wurde nur teilweise realisiert. Die Museen wurden 1891 fertiggestellt, der Rest des Forums zog sich in die Länge. 1913 wurde der Südostflügel, die Neue Burg weitgehend fertiggestellt, das Kaiserforum aber schließlich ad acta gelegt. Immerhin entstanden so der Heldenplatz und der Maria-Theresien-Platz.

Der abschließene Teil zur Ringstraße und dem Äußeren Burgtor ist das Corps de Logis. Die Pläne zum Kaiserforum wurden verkleinert, es sollte ein identisches Gegenstück zum Corps de Logis errichtet werden, um die Umgebung des Burgtors symmetrisch zu gestalten. In dem geplanten anderen Corps de Logis wollte der Thronfolger Franz Ferdinand ein Museum einrichten.

Die Fertigstellung der Innenausstattung erfolgte nach dem Ende der Monarchie in den 1920er Jahren. Keiner der beiden Trakte wurde daher jemals bewohnt. Heute dienen sie als Ausstellungsräume für zahlreiche Museen und als Lesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek.

Im Zuge der Errichtung der Neuen Burg wurden auf dem Heldenplatz die monumentalen Reiterstatuen der beiden bedeutendsten österreichischen Feldherren, Prinz Eugen von Savoyen und Erzherzog Karl errichtet. Vom Balkon der Neuen Burg zum Heldenplatz hin verkündigte (inszenierte) der Diktator Adolf Hitler am 15. März 1938 den Anschluss seiner österreichischen Heimat an das Deutsche Reich.